Medienmitteilung: Aktivist*innen protestieren gegen Generalversammlung des Zementriesens Holcim

4. Mai 2022 – Am Mittwoch Morgen protestierten Klima-Aktivist*innen vor dem Haupsitz in Zug und am Geissberg gegen Holcim. Dort began zeitgleich die jährliche Generalversammlung des Zementkonzerns. Holcim ist der grösste CO2-Emittent der Schweiz und gehört weltweit zu den grössten Klimakillern. Mit Transparenten und Bannern forderten die Protestierenden die Kollektivierung Holcims. Anfangs April hatten Aktivist*innen einen Wald am Rande einer Kiesgrube Holcims am Geissberg, Aargau, besetzt, um das Naturschutzgebiet vor dessen weiteren Abriss durch Holcim zu schützen.

Protest gegen Holcim

Vor dem Hauptsitz Holcims in Zug befestigten heute Morgen einige Klima-Aktivist*innen Transparente am Gebäude und weiterer Infrastruktur. Sie fordern eine Kollektivierung  Holcims, sowie einen Wandel in der Baubranche weg vom Bauwahn und immer steigender Produktion von Zement und Beton.  Auch am Geissberg waren die Aktivist*innen heute morgen präsent. Aktivist*innen haben sowohl vor etwas mehr als einem Jahr am Mormont, Waadt, wie auch vor einem Monat am Geissberg, Aargau, eine Waldbesetzung aufgebaut, um sich Holcims Zerstörung direkt in den Weg zu stellen. Beide Male hatte sich der Staat dazu entschieden, sich auf die Seite des Klimakillers Holcims zu stellen und den Klima-Protest zu kriminalisieren.

«Wir stellen uns der Zerstörung in den Weg und werden geräumt, damit Konzerne wie Holcim weiterhin das Leben auf unserem Planeten zerstören können. Hier geht etwas grundsätzlich schief!», sagt Svenja Schmid.

Holcim, der Klimakiller

Holcim ist der grösste CO2-Emittent der Schweiz und befeuert als einer der grössten Zementhersteller der Welt massiv die Erderhitzung. Einer der Hauptbestandteile von Beton ist Zement und dieser verursacht jährlich 8 Prozent der globalen CO2 Emissionen – in der Schweiz sind es sogar 9%.

Laut einem Bericht von Greenpeace Schweiz ist Holcim ausserdem für 122 Fälle von Menschenrechtsverletzungen bzw. Umweltverbrechen in 34 unterschiedlichen Ländern verantwortlich.

Nach dem Weltklimabericht müssen die globalen Treibhausgasemissionen in den nächsten vier Jahren ihren Höhepunkt erreichen und im nächsten Jahrzehnt um die Hälfte sinken. Ansonsten kann eine Erhitzung von über 1.5 Grad nicht verhindert werden und es droht ein Klimachaos, das sich nicht rückgängig machen lässt. Für die Klima-Aktivist*innen ist deshalb klar: Um die Klimakrise zu bewältigen, muss Holcim gestoppt werden.

«Konzerne wie Holcim verüben ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wir können uns das nicht mehr leisten!», meint Sara Pfister.

Holcim, der Greenwashing-Profi

Als einen der Traktanden der Generalversammlung will Holcim auch ihre Klimastrategie besprechen. Das erstaunt die Aktivist*innen nicht: Holcim sei ein Greenwashing-Profi. Einem Konzern, der 2019 in Russland Erdöl in die Volga fliessen liess und in den vergangen Jahren in mehreren Ländern wegen dem Überschreiten von Emissionsgrenzen verurteilt wurde, könne jedoch nicht vertraut werden. Ausserdem sollten über Fragen, die unsere Existenz auf diesem Planeten beträfen, nicht nur einige wenige, reiche Aktionär*innen entscheiden, sondern demokratisch die ganze Bevölkerung.

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